Das "Clar de Luná"




Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Morgana Dracul » Sa 30. Jul 2016, 19:47

"Hmm..." macht Morgana nun leise und nickt. "Euer Vater glaubt, diese Familie tut das, um ihn zu besänftigen?" Die Vampirin schüttelt langsam den Kopf. "Weiß er denn nicht, wie einfach es in der heutigen Zeit ist, uns zu verraten?" Morgana ist erschrocken über diese Leichtsinnigkeit, ob bewusst oder unbewusst. "Würdet Ihr diese Leute nicht bezahlen, hätten sie Euch und Euren Vater vielleicht schon ausgeliefert." Die Vampirin beobachtet nun, wie Sanguini ihr Glas wieder füllt und trinkt sogleich einen Schluck. Im Kopf wird ihr ein wenig schwindelig und als Morgana nun eine ihrer Hände auf Sanguinis Arm ablegt, wird er vielleicht bemerken, dass ihre Hände zittern. Nervös pult die junge Frau nun am Hemdärmel des Vampirs, streicht auch einmal langsam über seine Haut. "Wie alt seid Ihr, Sanguini?" stellt sie nun eine der Fragen, vor denen sie Angst hat. "Und...und wer hat Euch geschaffen?"
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von Anzeige » Sa 30. Jul 2016, 19:47

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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Sanguini Lucescu » So 31. Jul 2016, 08:30

"Nein, ich denke, er weiß es tatsächlich nicht. Er denkt wirklich, dass die Menschen noch Angst vor uns haben.", bestätigt Sanguini Morgana´s Vermutung. Auch Sanguini trinkt nun noch einen Schluck von dem Wein. Als er eine von Morgana´s Händen auf seinem Arm spürt, schaut er auf diese hinunter. Sie zittert, wirkt sehr nervös und fahrig und beinahe bekommt auch er ein wenig Angst vor den Fragen, die sie noch fragen möchte. Als die Vapirin dann ihre Fragen ausspricht, sind sie zwar nicht so schlimm wie erwartet, doch eine davon beantwortet er trotzdem nicht. "Ich spreche ungerne über mein Alter.", sagt er. DIe zweite Frage dagegen wird recht ausführlich beantwortet. "Als ich 17 Jahre alt war, sagte mir mein Vater, dass er ein Vampir ist. Er sagte außerdem, dass auch ich bald einer werden würde. Sein Plan war eigentlich, dass ich mit 18 Jahren verwandelt werde, doch meine Mutter sagte ihm, dass sie mit mir fortgeht, wenn sie merkt, dass er diese Möglickeit tatsächlich in Betracht zieht. Also hatte er keine Wahl. Er wartete, wartete auf das Unvermeidliche. Sie wurde langsam immer schwächer und schließlich, als ich 26 Jahre alt war, starb sie. Einer unserer Hausangestellten war es, der mich schließlich verwandelte. Mein Vater macht sich noch heute darüber lustig, dass ich damals eigentlich viel zu alt war, aber ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie ihn gezwungen hat, zu warten. Ich bin viel herumgereist, habe viel gelernt und gesehen. Ich konnte mein Leben wirklich auskosten und habe wirklich in Saus und Braus gelebt. Als ich zurück nach Hause ging, war es damit vorbei." Als Sanguini mit seiner Erzählung endet, trinkt er noch einen weiteren Schluck Wein, stellt das Glas dann wieder ab und legt seine Hand auf Morgana´s Hand.
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Morgana Dracul » So 31. Jul 2016, 10:14

"Eure Mutter hat richtig gehandelt." bestätigt Morgana nun Sanguinis Erzählung. "Ich hatte zu wenig Zeit." erkärt sie nun ein wenig trübselig. Sie spürt Sanguinis Hand auf ihrer eigenen und beginnt dann ebenfalls zu erzählen. Sie sieht dem anderen Vampir dabei fest in die Augen. "Ich war...ich bin 19 Jahre alt." beginnt sie mit einem bitteren Lächeln. Als ich 19 wurde, wollten meine Eltern mich verheiraten. Mit einem Vampir namens Gregor. Ich lief meinen Eltern davon und lief direkt in Gregors Arme. Er war es, der mich verwandelte." Morgana lächelt erneut. "Ich sehe ihn noch ab und zu im Club, bin ihm nicht böse, dass er es tat. Ich hätte mir nur gewünscht, meine Eltern hätten es selbst getan. Und ich wäre ein bisschen älter gewesen." Etwas wehmütig ist Morgana nun, hätte sie doch auch gerne ihr Leben so genossen, wie Sanguini es tat. Und sie wäre so gerne vorher schwanger geworden.
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Sanguini Lucescu » So 31. Jul 2016, 15:08

Sanguini erwidert Morgana´s Blick und hört ihr dabei zu. Sie sollte verheiratet werden? Nun... gewiss ist dies an manchen Orten auch heute noch Gang und Gebe, doch ein wenig befremdlich war es schon. "Ihr seht ihn noch?", fragt Sanguini plötzlich, wie aus der Pistole geschossen, wie man so schön sagt. "Ich meine... Es wäre wirklich besser gewesen, Ihr hättet ein wenig mehr Zeit gehabt." Sanguini denkt nun ein paar Sekunden nach. Kann er ihr erzählen, was er vermutet? Ja, kann er. "Kurz darauf verschwand der Vampir, der mich verwandelt hat. Mein Vater sagt zwar bis heute, er hat ihn hinausgeworfen, doch das glaube ich nicht. Er wollte ganz sicher gehen, dass ich nur die Dinge lerne, die er selbst für wichtig hält. Er brachte mir alles bei und ich nahm dabei einen Teil seiner Art an. Er hätte niemals zugelassen, dass ihm irgendjemand in sein "Werk" pfuscht." Wieder spricht Sanguini nicht besonders gut von seinem Vater. Nein, sie haben wirklich kein einfaches Verhältnis.
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Morgana Dracul » So 31. Jul 2016, 18:45

Als Sanguini nun so plötzlich auf Gregor reagiert, lässt sich Morgana ein breites Grinsen entlocken. "Er verwandelte mich, weil er mich liebte. Und das wahrscheinlich auch heute noch tut." Morgana hört nun Sanguinis Erzählung weiter zu. Sie runzelt die Stirn, als sie über seine Worte nachdenkt. "Hmm..." macht die Vampirin wieder leise. "Wenn Euer Vater Euch doch so beeinflussen wollte, warum verwandelte er Euch nicht selbst? Ihr wäret mit seinem Blut sicherlich noch mächtiger geworden." Morgana trinkt noch etwas von dem besonderen Wein, schaut dann nach unten auf ihre Hand, die unter der des anderen Vampirs liegt. "Meine Eltern meinten es nicht böse und ich liebe sie sehr..." Sie macht eine kurze Pause, bevor sie leise weiterspricht. "Doch sie haben mich eines großen Wunsches beraubt."
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Sanguini Lucescu » So 31. Jul 2016, 19:22

"Hm...", ist Sanguini´s kurze, doch sehr aussagekräftige Reaktion auf Morgana´s weitere Erzählungen. Als die Vampirin nun meint, er wäre mit dem Blut seines Vaters noch mächtiger geworden, zuckt er leicht mit den Schultern. "Das kann sein, doch ich hätte nicht gewollt, dass er es tut. Glaubt mir: Würdet ihr ihn kennen, würdet ihr wissen, dass es reicht, einmal von seinem Blut zu sein. Doppelt muss ich das wirklich nicht haben.", erklärt Sanguini, anschließend trinkt auch er einen weiteren Schluck vom Wein. "Das glaube ich Euch...", meint er und sieht Morgana dabei in die Augen. Er meint diese Worte ganz ehrlich. Man spürt, dass sie sehr geliebt wurde und noch wird. "Menschen oder generell Lebewesen, die ganz besonders geliebt und behütet wurden, umgibt meist eine ganz besondere Ausstrahlung, findet Ihr nicht?" Er macht wieder eine kurze Pause. "Was für einen Wunsch denn, Morgana?", fragt Sanguini sogleich nach. Seiner Meinung nach darf einer Frau wie Morgana kein einziger Wunsch verwehrt bleiben.
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Morgana Dracul » So 31. Jul 2016, 21:30

"Vielleicht lerne ich ihn einmal kennen." entgegnet Morgana nun. "Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass jemand, der aus Eurer Familie stammt, so fürchterlich sein soll wie Ihr sagt." Das soll wohl ein Kompliment an Sanguini sein. Morgana denkt kurz nach, lächelt dann verträumt. "Stellt Euch einmal vor, mein Vater hätte mich verwandelt..." Die Vampirin schaut ganz verklärt in eine Ecke des Lokals, hinter Sanguini. "Ich wäre nicht nur ein Nachkomme von Vlad Dracul. Sein Blut würde mich dann zum Leben erwecken." Morgana bekommt eine Gänsehaut beim Gedanken an solch eine Macht. Als Sanguini nun von der Aura eines Menschen spricht, schaut Morgana ihn verzückt an. "Ihr glaubt, mich umgibt solch eine Aura?" Die junge Vampirin denkt kurz nach. An Finjus hat sie auch so eine Ausstrahlung wahrgenommen. Er wurde gut behütet in seinem Elternhaus. Doch sie belässt dieses Thema in ihren Gedanken, auf den Werwolf ist Sanguini bekanntermaßen nicht so gut zu sprechen. Als Sanguini nun nach ihrem Wunsch fragt, seufzt Morgana leise. "Ich wollte immer schwanger werden und ein Kind bekommen." gibt sie nun zu, sieht Sanguini dabei wieder in die Augen. Ein trauriger Glanz liegt darin. "Das wurde mir jetzt verwehrt."
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Sanguini Lucescu » Mo 1. Aug 2016, 19:08

"Das kann sein...", erwidert Sanguini, als Morgana meint, dass sie seinen Vater vielleicht einmal kennenlernen würde. "Viele sagen, wir würden uns sehr ähneln, vom Charakter her. Äußerlich bin ich eher meiner Mutter ähnlich." Er hört nun Morgana´s Träumereien zu und sie hat Recht- hätte ihr Vater sie verwandelt... sie wäre sehr mächtig. Auf die Frage der Vampirin, ob er glaube, sie würde die Aura eines geliebten Wesens umgeben, nickt Sanguini. "Ja, das fühle ich ganz deutlich. Ihr wurdet, und werdet noch immer sehr geliebt." Morgana´s Wunsch hört sich Sanguini nun an und nickt abermals, diesmal langsamer, nachdenklicher. "Ja... das ist leider so. Es gibt zwar Geschichten, doch ich denke, dass man diese nicht zu ernst nehmen sollte." Nein, er hält nichts von irgendwelchen Legenden, nichts von obskuren Geschichten, man könne Vampire in sterbliche Wesen verwandeln.
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Morgana Dracul » Mo 1. Aug 2016, 19:39

Morgana lächelt nun, als sie Sanguini zuhört. "Das ist bei mir ebenso. Ich sehe meiner Mutter ähnlich, doch sie ist noch weitaus hübscher und ihre Ausstrahlung wirkt sehr kalt. Die Augen habe ich von Vater. Und seine Seele, sein Herz." Die Vampirin denkt kurz nach. "Vielleicht kann ich Euch einmal ein Bild zeigen...oder Ihr trefft sie sogar." schlägt sie nun vor. Als Sanguini nun erzählt, dass sie sehr geliebt wird, nickt Morgana langsam. Ja. Ja, das ist so. Obwohl sie ihre Eltern selten sieht, telefonieren sie häufig. Nun zerschlägt der Vampir aber ihre ganze Hoffnung, dass es dieses "Wunderelixier" tatsächlich geben soll. Vorsichtig und leise versucht Morgana dem zu wiedersprechen. "Ich...ich habe davon gelesen in alten Geschichten. Ich habe gehofft, sie wären wahr." Morgana sieht traurig aus, streicht wieder langsam über Sanguinis Arm. Den Kopf legt sie leicht schräg, als sie weitererzählt. "Und bei den Werwölfen gibt es diese Geschichten auch, sagt Finjus."
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Re: Das "Clar de Luná"

Beitragvon Sanguini Lucescu » Di 2. Aug 2016, 10:21

Sanguini hört Morgana weiter zu und nickt leicht, als sie erzählt, dass es bei ihr genauso ist. Dass sie auch ihrer Mutter ähnelt, doch ansonsten wie ihr Vater ist. "Es wäre mir eine Ehre, sie einmal kennenzulernen." Dass er ihre Hoffnung so zunichte gemacht hat, tut Sanguini im nächsten Moment schon wieder Leid. Sie widerspricht ihm, leise und vorsichtig und er nickt sachte. "Ich würde euch natürlich wünschen, dass die Geschichten wahr sind, doch Ihr solltet euch nicht zuviele Hoffnungen machen. Die Werwölfe sind nicht gerade für ihr Wissen bekannt. Aber wer weiß..." Doch Sanguini glaubt noch immer nicht wirklich daran. Es klingt zu seltsam, um wirklich wahr zu sein.
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